Es war einmal ein Junge, der mit 7 Jahren sein geliebtes Heimatland Nahalba verlassen musste, weil seine Eltern ihr Glück in den südlicheren Gefilden suchen wollten. Sein Name war Dailuaine, aber alle nannten ihn nur Aine. Damit er die Wurzeln seiner Herkunft nicht vergisst, legte seine Mutter viel Wert auf alte Traditionen. Dazu gehörte auch das Backen kleiner süßer Brote. Aine liebte dieses Buttergebäck. Da Butter rar war, wurden die Kekse nur einmal im Jahr gebacken. Sie wurden nur zu besonderen Anlässen zum Tee gereicht. Die restliche Zeit des Jahres versteckte Aines Mutter die Kekse. Eines Abends jedoch, als Aine sich vor dem Ausmisten drückend im Stroh lag, entdeckte er die Keksdose auf dem Heuboden der Scheune. Ein, zwei Kekse weniger würden Mutter schon nicht auffallen.

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DIE GESCHICHTE HINTER CHAPTER 02.01 & 02.02

Deshalb holte er ein altes Fass seines Vaters, um sich darauf zu stellen. Das reichte jedoch nicht...

Nach einer weiteren halben Stunde im Stroh viel ihm ein, dass die Brüder seiner Mutter auch Fässer besaßen. Kurzentschlossen machte er sich auf den Weg zu seinem Oheim Terrence Under-The-Hill und Sherry-Butt Spencer. Sie verdienten ihre Gulden im Bergbau und nutzten die Fässer für den Transport der geborgenen Erze. Als Aine den beiden ebenfalls je zwei kurze Brote versprach, liehen sie ihm zwei Fässer. Mit ihnen unter dem Arm, machte sich Aine auf den Rückweg zur Scheune. Er stellte ein Fass auf das seines Vaters und das zweite ebenfalls. Nach einer weiteren erfolglosen Kletterpartie, musste er sich eingestehen, dass ein weiteres Fass vonnöten war, um seine geliebten Kekse zu erreichen.

Leider kannte er niemanden mehr, der weitere Fässer entbehren konnte und ging deshalb in die Stube, wo seine Mutter schon mit dem Abendessen auf ihn wartete. Während des Abendessens erzählte sein Vater, dass er morgen Aines Hilfe im Stall brauchen würde, da sein bester Ochse lahmte. Aine sollte zum Stallmeister Buggi der Grafschaft Casltelurking laufen und diesen um Rat und Beistand bitten.

Am frühen nächsten Morgen machte sich Aine auf den Weg. Er kam gut voran und traf Buggi bereits am späten Vormittag im Kuhstall des Anwesens an. Dieser zeigte sich sehr hilfsbereit und gab Aine ein kleines Fass gefüllt mit einer Kräutersalbe, die mehrmals täglich auf den lahmenden Vorderlauf des Ochsen geschmiert werden musste. Erst auf dem Rückweg merkte Aine, dass er mit seiner Reise nicht nur seinem Vater geholfen hatte. Er hatte auch das dringend benötigte vierte Fass!

Nicht allein, weil ihn die Reise nach Castlelurking recht angestrengt hatte, ging Aine direkt nach dem Abendessen zu Bett. Bereits vor Sonnenaufgang war er wieder auf den Beinen. Er ging in die Scheune und stellte die beiden Fässer von Oheim Terrence und Sherry-Butt, auf das seines Vaters. Seinen Fassturm krönte er mit dem erst gestern erstandenen Fass des Stallmeisters Buggi. Und siehe da – diesmal erreichte er den Heuboden! Mit einem unendlichen Glücksgefühl im Bauch und der Keksdose unter dem Arm stellte er sich ans Scheunenfenster. Während er einen Keks aß, stieg bereits die Sonne über den Horizont. Sie warf ihre Strahlen auf das Wohnhaus, die Ställe, die weidenden Tiere, die umliegenden Felder,… Da merkte er, dass es gar nicht viel brauchte, um glücklich zu sein. Er hatte ein tolles Heim. Seine Eltern liebten ihn und ihm standen alle Möglichkeiten für seine eigene Zukunft offen. Das Streben nach den kurzen Broten hatte ihm all dies vor Augen geführt.

Seit jenem Tag strengte sich Aine noch mehr an, seine Eltern zu unterstützen. Und als Dank steckte ihm seine Mutter immer wieder einen Halleluja-Keks zu, wie er die süßen Brote nun insgeheim nannte.

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